Ein Vormittag im Park Schönbusch, 31. Mai 2026

🌳📸 Ein Vormittag im Park Schönbusch – Gewitter, Sonne und eine Tele‑Challenge

Am 31. Mai 2026 war ich zusammen mit einigen anderen Fotografen im Park Schönbusch in Aschaffenburg unterwegs. Ein Ort, der selbst dann fotogen ist, wenn man die Kamera versehentlich auf „Kartoffelmodus“ stellen würde.

Das Wetter allerdings hatte an diesem Tag offenbar beschlossen, eine kleine Personality‑Show aufzuführen:

Von Gewitterhimmel über Sonnenschein bis zu „Ich weiß selbst nicht, was ich will“ war alles dabei.

Für mich gab es zusätzlich eine persönliche Challenge:

Ich war nur mit dem 60–600 mm Tele unterwegs.

Kein Weitwinkel, kein Standardzoom, keine Ausreden.

Einfach nur Tele.

Das ist ungefähr so, als würde man in einem Restaurant sagen:

„Ich nehme nur die Vorspeise – aber bitte in zehnfacher Größe.“

Und tatsächlich:

Der Park Schönbusch ist wie gemacht für solche Experimente.

Weite Sichtachsen, lange Wege, Tiere, Boote, Menschen, Architektur – und überall Motive, die man mit 600 mm so nah heranholen kann, dass man fast das Gefühl hat, man müsse sich entschuldigen, weil man ihnen zu nahe kommt.

🌿 Ein paar Infos zum Park Schönbusch – für alle, die ihn nicht kennen

Der Park Schönbusch ist einer der ältesten Landschaftsgärten Deutschlands.

Er wurde im 18. Jahrhundert nach englischem Vorbild angelegt – also viel Natur, viel Weite, viel „Sieht aus wie wild, ist aber perfekt geplant“.

Typisch Schönbusch:

  • Ein Schloss, das aussieht, als hätte es sich extra hübsch gemacht
  • Ein See mit Inseln und Brücken
  • Ein Labyrinth, in dem man sich herrlich verlaufen kann
  • Alte Bäume, die Geschichten erzählen könnten
  • Und jede Menge ruhige Ecken, in denen man vergisst, dass Aschaffenburg nur ein paar Minuten entfernt ist

Kurz: ein Ort, an dem man wunderbar spazieren, entspannen und natürlich fotografieren kann.

📸 Und wie lief die Tele‑Challenge?

Überraschend gut.

Mit 60 mm konnte ich noch halbwegs normal arbeiten.

Mit 600 mm dagegen fühlte ich mich manchmal wie ein Naturfilmer auf Safari – nur dass die „Wildtiere“ hier eher Enten, Spaziergänger und gelegentlich ein Hund mit Übermut waren.

Aber genau das machte den Reiz aus:

Details entdecken, Perspektiven verdichten, Motive isolieren.

Und natürlich die Freude, wenn man ein Bild macht und denkt:

„Okay, das Tele bleibt jetzt öfter drauf.“