eNordkappChallenge 2024 – Tag 4

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Tag 4 – 30.12.2024: Freier Tag in Tallinn – Stadtgeschichte, Aussichten & Altstadtflair

Der vierte Tag unserer Reise stand zur freien Verfügung – eine willkommene Gelegenheit, Tallinn einmal ganz in Ruhe zu erkunden. Für alle, die Lust auf Kultur, Geschichte und Architektur hatten, organisierte ich einen kleinen Stadtrundgang, dem sich mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschlossen. Peer übernahm kurzerhand die Führung, ausgestattet mit seinem Team-Tablet und dem digitalen Roadbook – besser hätten wir es nicht treffen können.

Da unser Hotel direkt an die Altstadt angrenzte, konnten wir direkt loslaufen – keine Transfers, kein Umweg. Erste Station: die imposante Alexander-Newski-Kathedrale, die mit ihren Zwiebeltürmen schon von weitem zu erkennen ist. Wir nutzten die Gelegenheit für einen kurzen Besuch im Inneren – beeindruckend, auch wenn das Fotografieren dort leider nicht gestattet war. Gleich nebenan: das estnische Parlament, das eher unauffällig in einem historischen Gebäude untergebracht ist.

Unsere Route führte uns weiter zur Piiskopi-Aussichtsplattform, von der aus man einen herrlichen Blick über die Dächer der Altstadt genießen kann. Die morgendliche Dunstschicht hatte sich verzogen und gab den Blick auf ein winterlich klar strukturiertes Tallinn frei.

Anschließend bummelten wir durch die kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt – vorbei an kleinen Cafés, Boutiquen und historischen Bauten. An der Kohtuotsa-Aussichtsplattform genossen wir einen weiteren großartigen Panoramablick. Der Weg führte uns weiter zur St. Nikolai Kirche, die jedoch leider geschlossen war – ebenso wie später das Marinemuseum im Hafen.

Dafür war die Olaikirche offen und eindrucksvoll, ehe wir weiter zum Rathausplatz spazierten. Hier lohnt sich besonders ein Blick in die historische Rathausapotheke, eine der ältesten Apotheken Europas. Wer mochte, konnte sogar ein kleines Museum im Inneren besuchen – dafür reichte unsere Zeit jedoch nicht ganz.

Ich habe mir stattdessen das Museum im Ratssaal des Rathauses angesehen – ein Ort voller Geschichte mit beeindruckend erhaltenen Räumlichkeiten.

Danach ging es weiter zum „Hof der Meister“ – einem Innenhof, in dem verschiedene Handwerksbetriebe ihre Waren anbieten: Holzkünstler, Töpfer, kleine Cafés. Hier war die Verlockung groß, und nicht alle konnten den kunstvoll gefertigten Stücken widerstehen.
Ein weiteres Highlight: die St. Catherine’s Passage, ein schmaler Durchgang voller Kunsthandwerk – von Glasbläsern über Webereien bis hin zu traditionellen Schmuckläden.

Nach so viel Kultur war es Zeit für eine Stärkung – und die gab’s im BWB „Belgian Waffle and Beer“. Der Name hielt, was er versprach: Waffeln, Burger, Spezialbiere und ein gemütliches Ambiente. Frisch gestärkt machte ich mich anschließend noch auf den Weg zum Hellemann-Turm und einem Stück der alten Stadtmauer – imposant, wie viel davon heute noch erhalten ist.

Am Nachmittag zog es mich in Richtung Hafen. Dort wollte ich eigentlich das Seaplane Harbour – Estonian Maritime Museum besuchen. Leider war montags geschlossen – aber ich konnte zumindest einige der beeindruckenden Schiffe draußen bestaunen.

Zum Abschluss ging es zurück in Richtung Markt am Baltischen Bahnhof, durch kleine Nebenstraßen und mit einem letzten Blick auf die Altstadt im warmen Abendlicht.

Ein wunderschöner, abwechslungsreicher Tag in einer Stadt, die auch im Winter voller Charme und Geschichte steckt.

Und zum Schluss noch ein paar Fotos vom Rückweg zum Hotel, Tallinn bei Nacht:

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